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DUMA-BANDZINK baut Einlauf der Feuerbeschichtungsanlage 3 im TKS-Werk Finnentrop um

Im Zuge des Einbaus einer neuen Schweißmaschine entschied sich die ThyssenKrupp Steel Europe AG zum Umbau des Einlaufs der FBA3 im Werk Finnentrop, da bestimmte Bandqualitäten mit den vorhandenen Einrichtungen nicht sicher vorgetrieben werden konnten. Außerdem sollten zukünftig auch Stähle mit höherer Festigkeit sowie austenitische und ferritische Edelstähle verarbeitet werden können.

Auf der Anlage werden bislang Bänder mit Banddicken zwischen 0,3 – 3,25 mm und einer Bandbreite von 600 – 1.600 mm verarbeitet. Der Coildurchmesser beträgt 2.000 mm, das Coilgewicht liegt bei max. 25 t. Die Einfädelgeschwindigkeit liegt bei 5 – 40 m/min, die Prozeßgeschwindigkeit beträgt 180 m/min.

Als Ziele für den Umbau wurden definiert:

  • Produktion von Banddicken von 0,3mm bis 3,0mm
  • Sicherheitsgerechte Gestaltung des Einlaufs
  • Erweiterung der Schlingenwagenkapazität
  • Ersatz der vorhandenen Hydraulikstation

Die Aufgabenstellung für die DUMA-BANDZINK GmbH bezog sich auf folgende Arbeiten:

  • Planung und Realisierung eines Aufführkonzeptes zur Unterstützung des Abhaspelns von dünnen Bändern bis zum Vereinigungstreiber.
  • Einbau einer Bandmittenregelung
  • Verlängerung des Bandspeichers um ca. 24,5 m Verfahrweg
  • Planung und Lieferung einer neuen Hydraulikversorgung unter Berücksichtigung der gegebenen Verbraucher
  • Integration Sicherheitstechnik (Zugangstüren, Blockventile mit Druckwächtern, Festlegebolzen)
  • Konzeption, Planung und Umsetzung von Sicherheitseinrichtungen, die heutigen Vorschriften entsprechen
  • Steuerungs- und Elektrotechnik der Fa. Lux Automation, die ebenfalls zum SMS Unternehmensverbund gehört

In der Folge wurden die Abwickelhaspel mit sicherheitsgerichteten Schnell-Lauftoren ausgerüstet. Gleiches gilt für den Bereich der vorhandenen Schrottabfuhr. Der gesamte Einlaufbereich mit Speicher wurde sicherheitsgerecht überarbeitet unter der Berücksichtigung, die Zugänglichkeit und Sichtbarkeit geringstmöglich einzuschränken. Das Aufführen dünner Bänder wurde durch zusätzliche Vorrichtungen umgesetzt. Diese führen nun verlässlich die problematischen Sorten bis zur Schweißmaschine auf.

Durch die Speichererweiterung wurden die folgenden Maßnahmen notwendig:

Um die vergrößerte Stützweite aufzunehmen, wurden zwei weitere Nachläuferwagen geliefert. Zusätzlich musste die vorhandene alte Seiltrommel gegen eine neue Seiltrommel mit hochfesten Spezialseilen ausgetauscht werden. Ferner wurden die vorhandenen Regel- und Spannrollensätze abgebaut, versetzt und wieder in Betrieb genommen. Um den Bandverlauf zu reduzieren, wurde eine neue Bandlaufregelung an den Abwickelhaspeln unter Berücksichtigung der dort vorhandenen Platzverhältnisse installiert.

Alle Arbeiten wurden termingerecht innerhalb von 12 Monaten abgewickelt. Der vorgegebene Wiederanlauf-Termin wurde minutiös eingehalten, so dass die Anlage innerhalb kürzester Zeit wieder die volle Produktionsleistung erreichte.